Sonntag, 31. August 2014

Marinierter Fisch nach Kairo Art


Die Nilfahrt in Ägypten begann in Assuan und endete in Kairo. Wir wollten die Stadt noch selber entdecken und verbrachten noch zwei Tage in dieser Stadt. Mich interessiert immer, wie Menschen den Alltag verbringen, wo sie einkaufen, wo sie sich treffen und was sie essen. Das kann man am besten herausfinden, wenn man zu Fuss durch die Stadt geht. Und da hatten wir schon das erste Problem. Um von einer Strassenseite zur anderen zu gelangen, lag ein unüberwindbares Hindernis – eine siebenspurige Strasse voller lärmigen, alten Fahrzeugen. Die Fussgänger überquerten die Strasse ohne Mühe, denn die Autos nahmen Rücksicht auf sie. Und das hat auch bei uns funktioniert. Wir sahen, wie die Menschen auf der Strasse Auberginen aushöhlten und trockneten, in einem Kaffee gab es leckere Süssigkeiten, die wir auch natürlich gekostet haben. Wen man sich dann einmal Zeit nimmt, dann entdeckt man immer mehr Details – von den Gebäuden, von den Leuten, von der Kultur und natürlich von sich selbst.
Das Rezept stammt aus dem sehr interessanten Kochbuch „
Auf der Gewürzstrasse der Welt“ von Carolyn Caldicott. Die Zubereitung ist einfach. Man muss sich zuvor nur gut vorbereiten. Den Fisch sollte man 1 Stunde im Kühlschrank marinieren.

Zutaten
4
Lachsfilets oder Seebarsch

Olivenöl

Mehl


Zutaten für die Marinade
4        EL
Olivenöl
1       
Zitrone (Saft)
3
Knoblauchzehen, gehackt
1        EL
Weinessig

Salz

Pfeffer

Zutaten für die Sauce
¼       TL
Gewürznelken
½       TL
Koriandersamen
½       TL
Kardamomsamen
1        TL
Kreuzkümmelsamen
1        TL
Fenchelsamen
½       TL
geriebener Muskat


4        EL
Olivenöl
2
grosse Zwiebeln
3
Knoblauchzehen, gehackt
1        EL
Tomatenmark
1        EL
flüssiger Honig
2
Lorbeerblätter
1        TL
getrockneter Oregano
1        TL
getrockneter Thymian
500   g
gehackte Tomaten oder 1 Dose Palati Tomaten

Salz

Pfeffer

gehackte Petersilie

Zutaten für den Reis
1        EL
Butter
1        Tasse
Reis
2        Tassen
Wasser
1        TL
Salz
1        TL
1        EL


Zubereitung
Alle Zutaten für die Marinade vermischen, über den Fisch giessen und 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.


In einem Topf ohne Fett Gewürznelken, Kardamomsamen, Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen, Fenchelsamen und Muskat  so lange rösten, bis sich das Aroma entfaltet. In einem Mörser zu Pulver mahlen. Auf die Seite stellen.


Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden und den Knoblauch fein hacken. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln mit dem Knoblauch anbraten.  Die gemahlenen Gewürze zufügen.
Tomatenmark, Honig, Lorbeerblätter, Oregano, Thymian und die gehackten Tomaten dazugeben. So lange köcheln, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Den Fisch aus der Marinade herausnehmen. Die Marinade zur Sauce giessen und mit Salz, Pfeffer und Petersilie würzen.





Die Fischfilets in Mehl wälzen und zuerst auf der Hautseite goldbraun braten. Dann auf die andere Seite drehen und die Hitze ausschalten.




Den Reis 15 Minuten vorher zubereiten. Butter erhitzen und den Reis kurz anrösten. Kurkuma, Korinthen und Salz zufügen und mit Wasser aufgiessen. So lange köcheln lassen, bis das Wasser verdunstet ist.





Ein wirklich aromatisches Gericht.







Donnerstag, 28. August 2014

Angelas Mascarponecreme mit Brombeeren



In unserer Schule ist es üblich, dass man am Geburtstag eine Kleinigkeit für die Kollegen mitbringt, bäckt oder kocht. An der Pinnwand hängen die Geburtsdaten von uns. Somit vergessen wir nicht das Geburtstagskind zu gratulieren. Aber was noch wichtiger ist, dass das Geburtstagskind nicht vergisst, was mitzubringen.
Meine Arbeitskollegin Angela machte zum Anlass ihres Geburtstages diese himmlische Brombeerecreme. Sie schmeckt himmlisch und ist nicht zu süss. Freundlicherweise verriet sie mir das Rezept.




Zutaten Brombeersauce
250        g
Brombeeren (frisch oder tiefgekühlt)
1            EL
Zucker
2            TL
Zitronensaft (1/2 Zitrone)



Zutaten Creme
500        g
Mascarpone
1            dl
100        g
Zucker
2            dl
Schlagrahm





Zubereitung
In einer Schale die Brombeeren mit dem Zucker marinieren. Alle Zutaten für die Brombeersauce in einem Mixer pürieren und auf die Seite stellen.
Mascarpone, Milch und Zucker gut vermengen. Den Rahm steif schlagen und vorsichtig unterheben. 1 – 2 Esslöffel von der Brombeersauce dazugeben und kurz umrühren. Im Kühlschrank die Creme 1 Stunde ruhen lassen. In Schälchen servieren und die Brombeersauce dazu reichen.






Donnerstag, 21. August 2014

Anis – Mandel- Haselnusscake



Das Basisrezept stammt aus dem Kochbuch „Die gute Küche - Das österreichische Jahrhundertkochbuch“ von Ewald Plachutta , Christoph Wagner. Ich habe noch Mandelmasse und Haselnusskrokant beigefügt. Es entstand ein köstlicher Cake, der fantastisch zu Kaffee oder Tee passt.




Backtemperatur:175 Grad / Backzeit: ca. 80 Minuten

Zutaten für eine grosse Kastenform
250       g
Butter, Zimmertemperatur
2           TL
Vanillemark
2           TL
Vanillezucker
250       g
Staubzucker
2            Stück
Zitronen (Schale)

Prise Salz
5            Stück
Eier
300       g
20         g
150       g
Haselnusskrokant
250       g
Mehl



Butter zum Ausstreichen der Kastenform

Mehl zum Ausstauben




Zubereitung
Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. In einer Schüssel die handwarme Butter, Vanillemark und Staub- und Vanillezucker schaumig rühren. Die abgeriebene Zitronenschale und eine Prise Salz beigeben. Eier aufschlagen und einzel langsam untermischen. Die Mandelmasse dazufüge und gut vermischen. Anis, Haselnusskrokant und Mehl vorsichtig unterheben. Die Kastenform auf der längsten Stufen ausziehen. Die Backmasse in die gebutterte und bemehlte Form füllen. Im vorgeheizten Backofen für ca. 80 Minuten backen (Stäbchenprobe). Eventuell nach 60 Minuten mit einer Alufolie abdecken. Den Kuchen herausnehmen, abkühlen lassen und von der Kastenform lösen. Mit Staubzucker servieren.


Tipp:
Den Kuchen einen Tag vorher backen und in einer Frischhaltefolie einwickeln. Somit kann sich das Aroma von den Anissamen und der Mandelmasse voll entfalten.



Freitag, 15. August 2014

Tiropita - griechische Fetakäsetaschen (Tiropita - greec Feta Cheese pie with filo pastry)




Tiropita ist ein sehr altes Bauerngericht. Die Käsetaschen bestehen aus Eiern, Fetakäse und aus hauchdünnen Filoteigblätter. Früher wurde der Teig noch zuhause gemacht. Das ist wahrhaftig eine Kunst für sich. Ich kaufe ihn in orientalischen Lebensmittelgeschäften. Für dieses Rezept habe ich den dünnsten Blätterteig für Baklawa ausgewählt. Mit dem dickeren Blätterteig entsteht eine andere Konsistenz, die aber genauso gut schmeckt.
Man braucht eine Auflaufform mit einem hohen Rand. Je nach Grösse des Bleches wird die Tiropita dicker oder dünner.








Zutaten

1-2    Pck.
Filoteig für Baklawa (ca. 12-16 Teigblätter)
250   g
Butter
½       TL
Salz


1-2    ST
Zwiebeln
4        EL
Olivenöl


400   g
Fetakäse
200   g
Hüttenkäse
4        ST
Eier
1        Bund
Petersilie oder 2 EL getrocknet
1        TL
Salz
1        TL
weissen Pfeffer



Olivenöl

Sesamsamen










Zubereitung
Den Backofen auf 220 Grad vorheizen.

Die Butter mit dem Salz in einer Pfanne auf niedrigster Hitze schmelzen.

Die Zwiebeln kurz in Olivenöl anbraten oder direkt in die Käsemasse geben.

In einer Schüssel den Fetakäse mit der Gabel zerkrümeln.

Hüttenkäse, Eier, Petersilie, Salz und Pfeffer mit dem Fetakäse vermengen.

Die Filoteigblätter aus der Packung herausnehmen und aufklappen.

Den Boden von einem hohen Blech oder Auflaufform mit Olivenöl bepinseln.

2 Filoblätter auf den Blechboden legen und mit der geschmolzenen Butter bepinseln. 2 weitere Teigblätter darüberlegen.

Mit einem Esslöffel von der der Käsefüllung verteilen, wieder mit 2 Teigblättern abdecken und mit Butter bepinseln. So weiter verfahren, bis die ganze Käsemasse aufgebraucht ist.

Am Schluss sollten bei 1 Packung Filoteig ca. 4 Filoteigblätter den Tiropitakuchen bedecken. Ich mag es, wenn es mehr Schichten hat. Darum verwende ich 2 Packungen Blätterteig. Dann kann es gut 10 Schichten Filoteig sein, die jedes Mal mit Butter bepinselt werden.

Die oberste Schicht mit Butter bepinseln und Sesamsamen darüberstreuen.

Mit einem scharfen Messer rechteckige Stücke schneiden und etwas von der restlichen Butter in die Ritzen giessen.

Im Backofen für ca. 50 Minuten backen. Nach 20 Minuten die Titopita eventuell mit einer Alufolie abdecken, damit sie nicht zu dunkel wird.

Die Tiropita herausnehmen und im Blech etwas abkühlen lassen.

Jedes einzelne Stück nochmals mit dem Messer durchschneiden.


Tipp
Dazu passt ein knackiger Salat oder man serviert sie als Apéro-Häppchen.
Tiropita kann man gut tiefkühlen.











Sonntag, 10. August 2014

Mahalabi mit Pistazien und Kokosflocken




Mahalabi mit Pistazien und Kokosflocken
Einer meiner Lieblingscremes, die ich aus dem Kochbuch „Balagan“ von Haya Molcho nachgekocht habe, ist Mahalabi. Haya ist die Frau des berühmten Körpersprache-Experten Sami Molcho. In einer arte Sendung „Märkte - Im Bauch von Wien“ habe ich Haya Molcho das erste Mal gesehen und war von ihrer Esskultur begeistert. Die Creme muss man 4 Stunden vorher zubereiten, damit sie fest werden kann. In diesem Rezept habe ich Basterdzucker verwendet. Der Geschmack von der Mahalabi Creme erhält somit eine leichte Caramelnote.





Zutaten

10     Blatt
1 ¼   kg
Sahne (Rahm)
240   ml
Milch
250   g
Zucker (oder Basterdzucker, brauner Zucker)
25     ml
Rosenwasser


100   ml
Geradinesirup oder dicken Granatapfelsirup
100   g
Pistazien

gerötet Kokosflocken



Zubereitung
Die Gelatineblätter für ca. 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen und darauf achten, dass die einzelnen Blätter nicht zusammen kleben. In einem Topf Milch, Sahne, Zucker und Rosenwasser aufkochen lassen.
Die Gelatineblätter ausdrücken und in der Milchmischung gut verrühren. Danach durch ein feines Sieb giessen.
Die Mahalabi Creme in Gläser füllen und für mindestens 4 Stunden kühl stellen. In der Zwischenzeit die Kokosflocken in einer Pfanne leicht anrösten, bis sie hellbraun werden.
Die Mahalabi Creme mit Geradine- oder Granatapfelsirup beträufeln und mit Pistazien und Kokosflocken dekorieren.